Die Geschichte der Wohnstadt am Wasser

Uster, die Wohnstadt am Wasser, ist heute ein eigenständiger Ort, der sich über Jahrhunderte von einem Handwerkerdorf – unter dem Einfluss verschiedener Obrigkeiten – zu einer modernen Stadt entwickelt hat. Besonders im 19. Jahrhundert vollzog Uster eine Entwicklung, die vor allem in industrieller und politischer Hinsicht schweizweit einzigartig war. Gleich zwei Kantonsverfassungen wurden von hier aus angestossen – eine liberale 1830 und eine demokratische 1868. Dazwischen hat sich Uster zur am dichtesten industrialisierten Gegend fast ganz Europas entwickelt. Von dieser Vergangenheit ist bei einem Spaziergang entlang des Aabachs auch heute noch viel zu entdecken.

Symbolbild Geschichte

Eine solche Geschichte verdient es, in gebührendem Umfang der Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden. Im digitalen Zeitalter gerade auch im Internet. Deshalb finden sich in dieser Rubrik viele Seiten, die Usters Geschichte beleuchten.

Einige Einträge geben Ereignisse chronologisch geordnet wieder und ermöglichen damit Einblicke in die jewilige Zeitperiode, andere fassen Entwicklungen thematisch zusammen. Im Text verweisen vereinzelt Links auf externe Seiten und erweitern damit einzelne Themenbereiche. Ergänzend zu den Texten dieser Rubrik existiert in der linken Seitenleiste die «Chronologie», die Ereignisse konsequent zeitlich einordnet. In ihr werden einzelne Geschehnisse der Ustermer Geschichte gar eingehender beleuchtet als in den einzelnen Texten, wo vieles zwar erwähnt wird, aber nicht die gebührende Beachtung finden konnte, wie etwa der Usterbrand oder die Reformation.

Der Ustertag – ein Ereignis nationaler Bedeutung – hat hier eine separate Würdigung erhalten, so dass die Geschehnisse dieses Tages und deren Folgen in dieser Rubrik nicht noch einmal neu erzählt werden.

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Quellenlage und Darstellungen

Als Informationsgrundlagen zu den vorliegenden Texten wurden folgende Darstellungen verwendet:

  • Nach wie vor unentbehrlich ist die «Geschichte der Gemeinde Uster» von Paul Kläui aus dem Jahr 1964. Die Abhandlung ist in die Jahre gekommen, ist in manchen Bereichen nicht mehr auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse, in anderen aber immer noch die einzige Informationsgrundlage, vor allem für die Zeit des Mittelalters.
  • Hinzu kommt die Darstellung zu Usters Geschichte im Band 3 der «Kunstdenkmäler des Kantons Zürich» von Hans Martin Gubler, erschienen 1978. Hier finden sich wertvolle Hinweise zur Baugeschichte einzelner Ustermer Bauwerke, wie Kirche und Burg, aber auch bedeutender öffentlicher Bauten sowie Privathäuser und deren Geschichte.
  • Aus neuerer Zeit stammen die Arbeiten von lic.phil. Fabrice Burlet mit vielen neuen Informationen, unter anderem zum Alter Usters in dem online veröffentlichten Beitrag «Wie alt ist Uster?», als auch zum Mittelalter im «Jahrzeitbuch Uster von 1473».
  • Die beiden Publikationen von Dr. Michael Köhler: «Uster vom Fabrikdorf zur Stadt» von 2005 und der Biographie des Lehrers, Politikers und Publizisten «Johann Caspar Sieber – Ein Leben für die Volksrechte», erschienen 2001. Ersteres gibt Einblick in die Baugeschichte Usters unter dem Einfluss der Eisenbahn. Letzteres schildert den Einfluss der Lehrerschaft auf die Politik und die sozialen Auswirkungen der Industrialisierung am Beispiel des Ustermer Sekundarlehrers Sieber, dessen Nachlass im Stadtarchiv Uster verwahrt ist.
  • Das Leporello von Dr. Michael Köhler: Kulturgeschichte Stadt Uster, 2003.
  • Die neueren Publikationen «Uster im 19. Jahrhundert: Spurensuche in den ehemaligen Zivilgemeinden», von Claudia Fischer-Karrer (2015), «Working Poor am Aabach», von Claudia Aufdermaur (2016), und «‹Vereinsmeier› – Uster und seine Vereine von 1800 bis in die Gegenwart» von Hans-Rudolf Galliker (2018) geben auch Aufschluss zur Geschichte Usters der vergangenen rund 200 Jahre.
  • Die reichhaltigen Bestände des Stadtarchivs Uster sind die Hauptgrundlage zu den Texten in dieser Rubrik.

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