Kunstpreis der Stadt Uster

Jedes Jahr wird der «Kunstpreis der Stadt Uster» verliehen. Mit dem Preis zeichnet die Stadt herausragende Leistungen im Bereich der Kunst aus. Der Preis soll die lokale Kulturszene motivieren und die überregionale Wahrnehmung der Stadt Uster als Kulturstadt stärken.

Der Kunstpreis existiert seit 2014 und ist Nachfolger des Kulturpreises, der erstmals 1989 verliehen wurde. Der Stadtrat verleiht ihn auf Empfehlung der Kulturkommission. Die Preissumme beträgt 10 000 Franken. 

Preisträger 2020: Pierre Favre, Perkussionist

Pierre Favre, der Preisträger des Kunstpreises 2020, gilt als einer der ganz grossen Perkussionisten und Komponisten Europas. Der 1937 in Le Locle geborene Autodidakt versteht sein Instrument sehr poetisch und interpretiert es weit subtiler, als es der brachiale Name «Schlagzeug» vermuten liesse. Er etablierte das Rhythmusgerät als melodisches Soloinstrument und wurde damit zu einer Schlüsselfigur des europäischen Freejazz. Für viele junge Musiker und Musikerinnen wurde er zu einer prägenden Leitfigur. So auch für den Ustermer Schlagzeuger Lucas Niggli, der 2014 mit dem Kunstpreis ausgezeichnet wurde und dem Favre 2009 nach Uster folgte. Hier spielt Pierre Favre seither im Kulturhaus Central, im Musikcontainer oder das nächste Mal am 5. Dezember 2020 im Restaurant «Zum Hut».

Pierre Favre

Der Kunstpreis der Stadt Uster ist mit 10 000 Franken dotiert. Er wird zusammen mit dem Sportpreis und dem Engagementpreis am 28. Januar 2021 überreicht werden, aufgrund der Corona-Schutzverordnung in einem kleinen, geschlossenen Rahmen.

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger

2019: Verein «akku Künstlerateiler» (Video)
2018: Letizia Fiorenza (Video), Sängerin und Autorin, Laudatio von Eveline Ratering
2017: Lukas Roth (Video), Schauspieler und Musiker, Laudatio von Markus Lerch
2016: Thomas W. Bechtler, Rudolf Bechtler, Kunstmäzene, Laudatio von Jacqueline Burckhardt
2015: Ursula Hürlimann, Bildende Künstlerin, Laudatio von Hans Peter Thüni
2014: Lucas Niggli, Perkussionist, Schlagzeuger, Laudatio von Patrik Landolt

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