Kunstplakate

Mit der Gestaltung der Kunstplakate, die an acht Plakatstellen zwischen dem Stadthaus und der Villa am Aabach während eines Jahres zu sehen sind, bietet die Stadt Uster lokalen Kunstschaffenden eine prominente Plattform. 

Auswahl der Kunstschaffenden
Die Auswahl der Künstlerin oder des Künstlers trifft die Vergabekommission. Diese setzt sich aus zwei Migliedern der Kulturkommission und dem Kulturbeauftragten zusammen. Bisher stellten folgende Kunstschaffende aus: 2009/10 köfer|hess, 2010/11 Michael Wissmann, 2011/12 Leto Meyle, 2012/13 Graphos, 2013/14 Martin Reukauf, 2014/15 Vitoria Pinto und Rhea und Robert Hess 2015/16, Isabelle Ellenberger 2016/17, 2017/18 Jan Czerwinski, 2018/19 Marianne Theis, 2019/20 Karin Birkenmeier, 2020/21 Michael Wyss.

Bewerbung
Wir freuen uns über jede Bewerbung für die Gestaltung der Kunstplakate. Interessierte Kunstschaffende schicken dazu ein Bewrbungsdossier an das Kultursekretariat. Dieses beinhaltet ein Motivationsschreiben, einen Lebenslauf sowie ein Konzept des Projekts (max. 12 Seiten und max. 14 MB).

Die einjährige Kunstplakat-Ausstellung beginnt jeweils Ende Juni. Bewerbungen sind bis Ende des Vorjahres möglich (Stichtag, 31.12.). Das Kultursekretariat gibt gerne Auskunft über die Rahmenbedingungen (Gage, Anzahl Plakate etc.).

Kunstplakate 2020/21: «Porta girevole – von karg zu opulent» von Michael Wyss 
Michael Wyss setzt sich in seiner Kunstplakate-Ausstellung mit gesellschaftlichen Themen
auseinander: «Kunst im öffentlichen Raum kann eine Stimme im Chor gesellschaftlicher Diskurse sein», ist der Künstler überzeugt. Eines der Kernthemen dieses Diskurses war 2019 das Klima, das ihn zu seiner ersten Projektskizze mit dem Titel «KARG» inspirierte. Mit den Worten des Künstlers: «Kunstplakat-Bilder aus schlichten Linien und wenig Farbe. Ein programmatisches Weniger-ist-mehr, wahrgenommen als ein beunruhigend Schwindendes.» Dem Jahreswechsel folgte die weltweite Coronakrise, und damit nahm auch Wyss’ Kunstprojekt eine neue Wendung: «Der Omnipräsenz des exponentiell wuchernden Virus war mit KARG nicht mehr beizukommen. Nur mit kreativem Übermut war die opulente Panikblüten-Pracht zu bewältigen und das Drohende zu bannen.»

Dieser Wechsel kommt auch im Titel der Ausstellung zum Tragen: «Porta girevole», eine Drehtür, durch die man – so Michael Wyss – in eine um zwei Armlängen verrückte Welt, die nicht mehr ganz von dieser Welt war, katapultiert wurde: von karg zu opulent.

Michael Wyss, geboren 1952 in Luzern, studierte Kunst und Germanistik in Berlin. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz realisierte er diverse Kunst-am-Bau-Projekte und stellte regelmässig aus. Neben der bildkünstlerischen Arbeit ist Wyss als Autor und Publizist tätig. Er lebt seit 2008 in Uster.

Die Ausstellung der Kunstplakate dauert von Juli 2020 bis Juni 2021.

Weitere Informationen zum Künstler: https://www.wyss-art.ch/