Das Zeughausareal in Uster wird wieder belebt

25. Juli 2006
Die Stadt nutzt die ehemalige Armeeliegenschaften für Kultur, Anlässe und Parkierung und stellt sie teilweise Untermietern zur Verfügung.
Der Stadtrat Uster macht vorwärts mit der Nutzung des stillgelegten Zeughausareals an der Zürichstrasse: An seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien genehmigte er einen Mietvertrag mit der Armasuisse für Teile des Areals. Damit kann eine schnelle Zwischennutzung erfolgen, wie es am Stadtentwicklungsgespräch im April 2005 überwiegend empfohlen worden war. Neues Leben wird hier demnächst einziehen.

Im Juni traf sich eine Vertretung der Stadtverwaltung mit einer Delegation der Armasuisse auf dem Zeughausareal Zentrum. Die Armasuisse verwaltet die Liegenschaften und ist für ihre Verwertung oder Veräusserung zuständig. Ziel der Besprechung war es, schnelle Wege für eine Belebung der «Militärbrache» mitten in der Stadt zu finden. Dafür handelten die Armasuisse und die Stadt anschliessend einen Mietvertrag aus. Der unbefristete Vertrag, der ab 1. August 2006 gültig ist, umfasst den gesamten südlichen Teil der Liegenschaften entlang der Zürichstrasse mit fünf Gebäuden und den umfassenden Flächen.

Die Zwischennutzung spielt sich in drei Bereichen ab, für die auch drei Verwaltungsabteilungen gemäss Nutzung zuständig sind: Kultur (Präsidialabteilung), Parkierung und Events (Sicherheit) und gewerbliche oder Vereinsnutzung (Finanzen, Liegenschaftenverwaltung).

Kulturelles Leben und Schaffen

Bereits das Stadtentwicklungsgespräch zeigte seitens der Ustermer Kulturschaffenden lebhaftes Interesse am Zeughausareal. Um die Bevölkerung für die einmalige städtebauliche Chance auf dem Areal zu sensibilisieren und gleichzeitig die Räumlichkeiten zugänglich zu machen, soll eine eigentliche Promotionskampagne erfolgen. Sie soll noch dieses Sommerhalbjahr ein drei- bis fünftägiges Publikumsevent bringen. Kulturschaffende und Kulturträger können als Brückenbauer dienen und die geleerten Räume mit Leben füllen.

Mittelfristig soll eine private Organisation den Bereich «Zeughaus-Kultur» betreiben. Die Betriebskosten müssten durch die Aktivitäten gedeckt werden können. Die kulturelle Hauptnutzung wird vorerst auf die wärmere Jahreszeit beschränkt sein, weil die Gebäude nicht geheizt sind. Langfristig ist eine kulturwirtschaftliche Mischnutzung angestrebt - es kann ein Kulturhaus entstehen, in welchem gewirtschaftet und auch Kunst geschaffen wird.

Mit der Genehmigung und Unterzeichnung des Mietvertrages mit der Armasuisse bewilligte der Stadtrat auch 25000 Franken für das erwähnte Promotionsevent unter Federführung des Geschäftsfeldes Kultur. Es wird gleichzeitig beauftragt, eine Betreiberkörperschaft für die mittelfristige Nutzung der Kulturräumlichkeiten zu suchen und mit dieser ein Rahmenkonzept auszuarbeiten, das dem Stadtrat vorzulegen ist.

Parkierung und Veranstaltungen

Den Parkierungsbereich betreut die Abteilung Sicherheit. Das Gebiet kann z. B. für den Uster-Märt, den Greifenseelauf oder für andere Grossanlässe genutzt werden. Mit dem Areal könnte auch die überstrapazierte Püntwiese entlastet werden.

Vereinsnutzung

Im Vereinsbereich ist bereits eine Halle von den Verkehrsbetrieben Zürichsee und Oberland gemietet. Weitere ergänzende Nutzungen durch bestimmte Vereine sind denk- und machbar, sei es für Jubiläen, Spieltage oder als Übungsräume.

Interessierte Personen und Körperschaften wenden sich bitte direkt an die zuständigen Anlaufstellen in den Verwaltungsabteilungen: Roland Boss, Präsidialabteilung, Telefon 044 944 73 66 (Kultur); Christian Kurt, Abteilung Sicherheit, Telefon 044 944 73 03 (Parkierung und Events); Peter Fried, Abteilung Finanzen, Telefon 044 944 72 36 (Vereine).

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