Probenahmen für geplante Sanierung des Seegrunds in Uster

4. Februar 2026
Im Greifensee vor dem Strandbad in Niederuster ist der Seegrund mit Schadstoffen belastet. Für die Bevölkerung geht keine Gefahr aus, doch für den langfristigen Schutz der Umwelt muss der Seegrund saniert werden. Dazu lässt der Kanton Zürich ab Mitte Februar vom See aus Proben der belasteten Sedimente nehmen.

Gemeinsame Medienmitteilung der kantonalen Baudirektion und der Stadt Uster

Der Seegrund vor dem Strandbad in Niederuster ist mit Schadstoffen belastet und muss in den kommenden Jahren saniert werden. Bei den Schadstoffen handelt es sich um Polychlorierte Biphenyle (PCB), die höchstwahrscheinlich über schadstoffhaltige Farbanstriche in den Schwimmbecken des Strandbads in die Umwelt gelangt sind. Dies ereignete sich vermutlich zwischen 1965 und 1985.

Baden im See bleibt für Menschen unproblematisch

Für Menschen besteht keine Gefahr. Baden im See ist heute und auch in Zukunft unproblematisch. Doch Tiere und Pflanzen, die im Wasser leben, sind den Schadstoffen viel stärker ausgesetzt. Um das Ökosystem im Greifensee langfristig zu schützen, muss der Seegrund vor dem Strandbad deshalb saniert werden. Zuständig für die Sanierung ist das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL). Da die Stadt Uster als Betreiberin des Strandbads mit grosser Wahrscheinlichkeit Verursacherin der Belastungen ist, wird sie einen grossen Teil der Sanierungskosten tragen. Diese werden im Verlauf der weiteren Planung ermittelt. Der Kanton Zürich und die Stadt Uster arbeiten im Sanierungsprojekt eng zusammen.

Probenahmen im See in der zweiten Februarhälfte

Die Seegrundsanierung wird voraussichtlich ab 2030 durchgeführt. Ziel ist, dass nach der Sanierung Tiere und Pflanzen den Schadstoffen nicht mehr ausgesetzt sind. Damit geprüft werden kann, welche Sanierungsmethode dieses Ziel am besten erfüllt, braucht es noch genauere Daten zum belasteten Bereich.

Deshalb lässt das AWEL ab Mitte Februar verschiedene Proben im See nehmen. Unter anderem wird von einem Schiff aus über eine Lanze flüssiger Stickstoff ins Sediment am Seegrund gepresst. Das Sediment gefriert an der Lanze an und kann so aus dem See gezogen werden. Dabei kann sich Rauch entwickeln, der jedoch ungefährlich ist.

Die Probenahmen finden in der Woche vom 23. bis 27. Februar statt. 

Symbolbild: Bei der Probenahme wird flüssiger Stickstoff in den Seegrund gepresst. Dabei kann sich Rauch entwickeln, der jedoch ungefährlich ist. (Symbolbild, © UWITEC GmbH)
Bei der Probenahme wird flüssiger Stickstoff in den Seegrund gepresst. Dabei kann sich Rauch entwickeln, der jedoch ungefährlich ist. (Symbolbild, © UWITEC GmbH)