Studie zur Fussgängerfreundlichkeit: Die Stadt Uster bewegt sich im Mittelfeld

17. Mai 2022
Was braucht es, damit mehr Menschen im Alltag zu Fuss unterwegs sind? Das Projekt «GEHsund – Städtevergleich Fussverkehr» hat die Fussgängerfreundlichkeit in 15 Städten und Agglomerationen genau untersucht. Die Resultate zeigen den Handlungsbedarf auf, auch in Uster.

Das Projekt «GEHsund – Städtevergleich Fussverkehr» hat in der zweiten Phase die Fussgängersituation in 15 Gemeinden detailliert untersucht. Unter die Lupe genommen wurden: Adliswil, Allschwil, Bülach, Dübendorf, Emmen, Frauenfeld, Horgen, Meyrin, Nyon, Lyss Olten, Renens, Sion, Thun und Uster. Mit drei Teilprojekten haben die Projektverantwortlichen Daten zur Fussgängerfreundlichkeit erhoben. Ein Fussverkehrstest schaffte Klarheit über die Situation vor Ort. Eine Umfrage bei der lokalen Bevölkerung ermittelte die Zufriedenheit. Zudem wurden die Aktivitäten bewertet, mit denen die öffentliche Hand den Fussverkehr fördert.

Stadt Uster hat Handlungsbedarf
Mit den drei Teilen des Städtevergleichs ist es möglich, sich ein umfassendes Bild der Fussverkehrssituation in den beteiligten Städten und Gemeinden zu machen. Uster bewegt sich in allen Teilbereichen im Mittelfeld. Im Fussverkehrstest wurde die Infrastruktur bewertet. Uster hat wenig bauliche Engstellen, ausreichend breite Schutzinseln und einladend gestaltete Bereiche. Handlungsbedarf besteht aber unter anderem bei störenden Elementen und Stolperfallen im Gehbereich. In Uster gibt es auch schlecht erkennbare Wegführungen für den Fussverkehr und fehlende Massnahmen zur Verkehrsberuhigung.

Empfehlungen für mehr Fussgängerfreundlichkeit
Die Verfasser der Studie «umverkehR», Fussverkehr Schweiz und die Ostschweizer Fachhochschule haben zentrale Handlungsempfehlungen für eine positive Entwicklung im Fussverkehr formuliert. Beispielsweise sollen die Infrastrukturen für den Fuss- und Veloverkehr getrennt werden. Zudem sollen Schulwege verbessert und die barrierefreie Gestaltung forciert werden.

Die Stadt Uster wird die Resultate der Umfrage nutzen, um die Bedürfnisse der Fussgängerinnen und Fussgänger gezielter zu berücksichtigen und so für ein fussgängerfreundlicheres Uster sorgen.

GEHsund