Revitalisierung Werrikerbach
Die Stadt Uster hat die Revitalisierung des Werrikerbachs erfolgreich abgeschlossen. Ziel des Projekts war, das ökologische Gleichgewicht wiederherzustellen und die Biodiversität zu stärken. Mit einem naturnahen Bachlauf und neuen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen wurde ein wichtiger Beitrag zur ökologischen Aufwertung der Region geleistet. Die Wasserbauarbeiten wurden im August 2025 abgeschlossen, die Pflanzarbeiten im Oktober. Im Frühling 2026 erfolgt das Aussäen standorttypischer Pflanzen.
Anlass: Donnerstag, 26. März 2026, 15.30 Uhr
Spaziergang für die Bevölkerung, Fachleute und Naturinteressierte
Treffpunkt: Böschstrasse/Hirzerenweg beim Bahngleis in Nänikon
Am Donnerstag, 26. März 2026, lädt die Stadt Uster zu einem Spaziergang entlang des revitalisierten Werrikerbachs ein. Im Zentrum steht die erfolgreiche Aufwertung des Gewässers – ein Projekt, das Natur, Stadt und Menschen näher zusammenbringt.
Stadtrat Stefan Feldmann eröffnet um 15.30 Uhr den Anlass bei der Kreuzung Böschstrasse/Hirzerenweg beim Bahngleis. Auf der rund einen Kilometer langen Route geben Andreas Frei von Gossweiler Ingenieure und die Stadt Uster Einblicke ins Projekt. Sie zeigen auf, wie sich die Revitalisierung positiv auf die Umwelt auswirkt.
Abgerundet wird die Begehung durch einen kleinen Apéro beim neuen Grillplatz Werrikerbach. Die Stadt Uster freut sich auf zahlreiche Interessierte, einen gemütlichen Spaziergang und spannende Beiträge.
Anmeldungen sind bis 20. März 2026 per E-Mail an stadtraum@uster.ch möglich.
Was bedeutet Revitalisierung eigentlich und warum ist das für die Natur wichtig?
Bezogen auf Bäche bedeutet Revitalisierung, dass man Bäche und ihre Umgebung wieder in einen besseren Zustand bringt. Oft sind Bäche durch menschliche Aktivitäten wie Dämme oder Uferverbauungen (Kanalisierung) verändert oder geschädigt worden. Bei der Revitalisierung geht es darum, Bäche so umzugestalten, dass sie wieder natürlicher werden. Tiere und Pflanzen sollen besser gedeihen können und verschwundene wichtige Arten sollen zurückkehren.
Ein gesunder Bach filtert das Wasser und hält es sauber. Das ist wichtig für die Tiere im Fluss und für uns Menschen, die das Wasser nutzen. Flüsse können dabei helfen, das Klima zu schützen, indem sie CO2 speichern und das Wasser regulieren, was Überschwemmungen oder Dürren verringern kann.
Kurz gesagt: Wenn man Bäche revitalisiert, hilft man das Leben in und um den Fluss zu fördern und sorgt dafür, dass die Natur gesünder bleibt.
Revitalisierung Werrikerbach
Bei der Revitalisierung des Werrikerbachs wurden auf diversen Abschnitten die Uferverbauungen entfernt, so dass der Bach natürlich «pendeln» kann. In der Gewässersohle wurde eine sogenannte Niederwasserrinne erstellt. Diese stellt sicher, dass im Bach auch bei geringen Abflussmengen eine ausreichende Fliesstiefe gewährleistet ist. Die Uferböschung wurde im November stellenweise mit einheimischen Gehölzen bepflanzt. Ausserdem wurden diverse Kleinstrukturen wie Ast- und Steinhaufen erstellt.
Beim Pfisterhölzli ist das Ufer auf der Bahnseite abgeflacht- und das Gerinne teilweise neu angelegt worden. Neben dem neuen Bachlauf wurden mehrere flache Teiche erstellt.
Arten welche von der Revitalisierung profitieren werden, sind beispielsweise Fische wie die Bachforelle, Amphibien und Reptilien wie die Erdkröte und die Ringelnatter, diverse Libellenarten, aber auch Säugetiere und Vögel wie das Hermelin und der Eisvogel.
Beim Pfisterhölzli wurde zusätzlich ein neuer Rastplatz mit Grillstelle und Bänken eingerichtet. Dieser lädt nicht nur dazu ein, den revitalisierten Werrikerbach zu geniessen, sondern bietet den Anwohnenden und Besuchenden auch die Möglichkeit zur Erholung und zum Verweilen.
