Budget 2027: Stadtrat Uster beantragt Steuerfusssenkung

15. September 2026
Die Stadt Uster budgetiert für 2027 einen Ertragsüberschuss von 2,9 Mio. Franken. Den erwarteten Einnahmen von 343,0 Mio. Franken steht ein Aufwand von 340,1 Mio. Franken gegenüber. Der Stadtrat beantragt vor diesem insgesamt erfreulichen Hintergrund eine Senkung des Steuerfusses um 2 Prozent und möchte damit ein Zeichen der Entlastung für die Einwohnerinnen und Einwohner setzen. Das laufende Jahr 2026 wird gemäss Hochrechnung mit einer roten Null abschliessen.

Die Globalkredite der Verwaltung nehmen gegenüber dem Budget 2026 um 4,9 Mio. Franken zu. Gegenüber der Rechnung 2025 sind dies 6,8 Mio. Franken mehr. Der Sachaufwand steigt gegenüber dem Budget 2026 um 2,4 Mio. Franken. Der Personalaufwand erhöht sich gegenüber dem Budget 2026 um 2,6 Mio. Franken. Darin enthalten ist der voraussichtliche Teuerungsausgleich von 0,2 Prozent. Ebenfalls enthalten sind personelle Mehraufwendungen in den Heimen Uster aufgrund höherer Bettenbelegung sowie höhere Personalkosten in der Musikschule aufgrund höherer Schülerzahlen und der Angleichung des Gehalts auf dasselbe Niveau wie in der Primarschule. Aufgrund der laufenden Abklärungen bestehen beim Geschäftsfeld Sicherheit noch gewisse Unsicherheiten. Die Ausgabenentwicklung der Stadt entspricht dem kontinuierlichen Wachstum.

Steuerfuss soll um 2 Prozent gesenkt werden

Das Budget 2027 geht von einem Gewinn von 2,9 Mio. Franken aus. Der Stadtrat beantragt für 2027 einen tieferen Steuerfuss von 92 Prozent (Budget 2026: 94 Prozent). Die Sekundarschulgemeinde beantragt die Beibehaltung des Steuerfusses. Er soll weiterhin bei 18 Prozent liegen. Der Gesamtsteuerfuss für Uster beträgt damit 110 Prozent. Dies entspricht im gesamtkantonalen Vergleich einer guten Positionierung. «Der Stadtrat hat sich bei seinem Entscheid neben der positiven Einnahmenentwicklung auch an den Vorgaben des mittelfristigen Ausgleiches orientiert», so Finanzvorstand Daniel Frei. «Dank den positiven Einnahmen hält der Stadtrat die Senkung des Steuerfusses finanzpolitisch für angemessen und vertretbar. Der Stadtrat möchte damit ein Zeichen setzen und natürliche und juristische Personen entlasten», so Frei weiter. Über eine Senkung des Steuerfusses wird der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 14. Dezember 2026 befinden.

Höhere Steuereinnahmen als erwartet

Die Steuereinnahmen sind mit 140,9 Mio. Franken um 4,8 Mio. Franken höher als im Budget 2026 veranschlagt. Die Mehreinnahmen gegenüber dem Budget 2026 resultieren neben den höheren Steuereinnahmen bei den ordentlichen Steuern und den Steuern Vorjahre aus den höher budgetierten Grundstückgewinnsteuern (2,2 Mio. Franken). Die ordentlichen Abschreibungen betragen 21,6 Mio. Franken. Die Selbstfinanzierung beträgt 25,5 Mio. Franken.

Stabiles Investitionsvolumen für 2027

Die Stadt Uster erwartet auch für 2027 ein stabiles Investitionsvolumen auf hohem Niveau. Das Budget sieht Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen von 31,7 Mio. Franken vor. Darin enthalten sind unter anderem Mittel für die Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Gschwader, für die nächste Erneuerungsetappe der Abwasserreinigungsanlage sowie den Neubau des Kultur- und Begegnungszentrums. Der Selbstfinanzierungsgrad im Budget 2027 beträgt 81 Prozent. Der Investitionsanteil liegt bei 11 Prozent. Die Investitionsplanung 2027 bis 2030 rechnet im Verwaltungsvermögen mit Nettoinvestitionen von insgesamt 137,5 Mio. Franken.

Stabilisierung der Schulden und machbares Investitionsvolumen

Gesamthaft beträgt das Investitionsvolumen der Jahre 2027 bis 2041 533,2 Mio. Franken. Darin enthalten sind Investitionen für die Entwicklung und Erneuerung der Heime Uster von knapp 80 Mio. Franken.

Die kurz- und langfristigen Schulden betrugen Ende 2025 180 Mio. Franken. Im laufenden Jahr 2026 wurden zwei langfristige Darlehen von je 10 Mio. Franken aufgenommen. Im Gegenzug konnten die kurzfristigen Verbindlichkeiten im laufenden Jahr bis Ende Juli um netto 10 Mio. Franken reduziert werden. Das vorliegende Budget geht für das Jahr 2027 von einer gleichbleibenden Verschuldung aus.

Der definierte mittelfristige Ausgleich wie auch die Kennzahlen können eingehalten werden. Auch bei der Nettoschuld wird das finanzpolitische Ziel erreicht. Die Nettoschuld wird mit 553 Franken pro einwohnende Person erneut innerhalb der definierten Bandbreite von +/- 1000 Franken liegen.

Hochrechnung zeigt eine rote Null für 2026 an

Für das laufende Jahr 2026 wurde vom Parlament ein Aufwandüberschuss von 0,4 Mio. Franken genehmigt. Die aktuelle Hochrechnung geht hingegen von einem fast ausgeglichenen Ergebnis aus. Der Aufwandüberschuss beträgt gemäss heutigem Stand 32 000 Franken.

Verwaltungsgebäude an der Freiestrasse