Umweltbericht

Der Ustermer Umweltbericht erschien 2019 nach 2015 zum zweiten Mal und zeigt die Entwicklung des Umweltzustands auf dem Gemeindegebiet Usters. Er wurde unter Koordination der Leistungsgruppe Abfall und Umwelt in enger Zusammenarbeit mit anderen Geschäftsfeldern und Leistungsgruppen der Stadtverwaltung sowie der «Energie Uster» und der «Greifensee-Stiftung» erstellt.

Zu entdecken gibt es die Inhalte des Umweltberichts 2019 zusätzlich auf einer interaktiven Karte unter www.umweltbericht-uster.ch. Sie schafft einen spielerisch-bildlichen Zugang zur Umweltthematik und möchte damit ein erweitertes Publikum erreichen.

Auf Kurs bei der Luftqualität und Rückgang der Kehrichtmenge

Eine erfreuliche Entwicklung zeigte sich bei den Themen «Luft» sowie «Abfall und Recycling». Die Luftqualität hat sich in den vergangenen Jahren stetig verbessert, und die Feinstaubbelastung ist 2019 geringer als vor vier Jahren. Die Kehrichtmenge pro Kopf ist seit 2016 von 198 kg pro Jahr auf 187 kg gesunken, und auch bei den gesammelten Wertstoffen ist ein leichter Rückgang feststellbar.

Eine durchmischte Bilanz ergab sich beim Thema Artenvielfalt: Leider zeigte sich eine deutliche Abnahme bei früher häufigen Arten wie Feldhase oder Feldlerche. Bei Arten wie dem Laubfrosch oder dem Neuntöter (Vogelart), die gezielt gefördert wurden, konnte der Bestand hingegen erhalten oder sogar leicht gesteigert werden.

Die gravierendste Veränderung des Bodens, die der Mensch verursacht, ist die Versiegelung mit luft- und wasserundurchlässigen Materialien. 46% der Bodenfläche innerhalb der Ustermer Bauzone ist heute versiegelt. In den vergangenen zehn Jahren sind innerhalb der Bauzone der Gemeinde Uster jährlich drei Hektaren Boden zusätzlich versiegelt worden.

Neues Thema «Strahlung»

Der Umweltbericht 2019 widmet sich auch neueren Fragen, wie etwa der Strahlung. Diese nahm in allen Frequenzbereichen laufend zu, insbesondere beim Mobilfunk, wo sich die verarbeitete Datenmenge jährlich verdoppelt. Die gesundheitlichen Folgen dieser Strahlung und der neuen Technologie sind nicht abschliessend geklärt.

Die Strahlenbelastung, die von im Gestein vorkommendem Radon ausgeht, wurde bislang unterschätzt. Sie ist öfter als angenommen für Lungenkrebs verantwortlich, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nachweisen konnte. Auch die Schweiz hat die Grenzwerte entsprechend angepasst. Uster zählt zu den Standorten, an denen Überschreitungen dieser neuen Grenzwerte möglich sind, weshalb nun in Schulhäusern und Kindergärten systematische Messungen stattfinden und gegebenenfalls Massnahmen umgesetzt werden.

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