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Holzschlag am Greifenseeufer

Der Forstbetrieb der Stadt Uster hat im Auftrag des Kantons Zürich am Greifensee einen Holzschlag ausgeführt. Zahlreiche Bäume waren ganz oder grossteils dürr, sie wurden zur Sicherheit der Bevölkerung gefällt.

Von Mitte bis Ende Oktober hat der Forstbetrieb der Stadt Uster im Auftrag des Kantons Zürich entlang des Greifenseeufers rund 130 Bäume gefällt. Bei den Bäumen handelte es sich zumeist um Eschen und Schwarzerlen. Der Eingriff war nötig, weil zahlreiche Bäume ein grosses Sicherheitsrisiko darstellten. Am Greifenseeufer halten sich sehr viele Menschen auf, so dass das Risiko nicht mehr tragbar war. Fast alle gefällten Bäume waren ganz oder zu grossen Teilen dürr, und die Gefahr bestand, dass massive Äste oder ganze Bäume auf Erholungssuchende hätten fallen können.

Schlechter Zustand nur zum Teil erklärbar
Die Gründe für den schlechten Gesundheitszustand der Bäume sind nur teilweise erklärbar. Die Esche beispielsweise ist in ganz Europa stark von einer aggressiven Pilzkrankheit betroffen, dem Eschentriebsterben. Die Pilzsporen infizieren im Sommer die Blätter, von wo aus der Erreger in die Triebe vordringt. Dort entwickeln sich die typischen, olivbraun bis orange verfärbten Rindennekrosen, die zum Absterben der Triebe und oft des ganzen Baums führen. Wieso jedoch so viele Schwarzerlen in einem derart schlechten Zustand sind, ist nicht bekannt. Bei einigen hat vermutlich die Ufererosion die Wurzeln zu stark ausgespült.

Der Kanton als Besitzer des Landes am Seeufer hatte den Forstbetrieb der Stadt Uster mit den Fällarbeiten beauftragt. Wie vor jedem Holzschlag markierten die zuständigen Forstfachleute, in diesem Fall waren dies der Stadtförster von Uster und der Kreisforstmeister, alle zu fällenden Bäume. Da sich die Ufergehölze im Greifenseeschutzgebiet befinden, wurden auch die Naturschutzverantwortlichen des Kantons und der Stadt Uster beigezogen.

Abwägen, anzeichnen, fällen
Bei der Markierung, dem sogenannten Anzeichnen der Bäume, wurden möglichst alle Anliegen der verschiedenen Anspruchsgruppen einbezogen: Neben des Aspekts der Sicherheit wurden auch der zu erhaltende Erholungswert und ökologische Anliegen berücksichtigt. So wurde zum Beispiel bei einzelnen Bäumen ein zwei bis drei Meter hoher Strunk stehengelassen. Dieses so genannte Totholz bildet einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Lebewesen wie Pilze und Käfer.

Vielen Erholungssuchenden wird auffallen, dass nicht alle gefällten Bäume im gleichen Mass krank waren. Beim Anzeichnen müssen jeweils der ganze Bestand der Bäume und auch die Ausführung der Holzerarbeiten eingeschätzt werden. So ist darauf zu achten, dass ein noch gesunder Baum nicht wegen der Fällung seiner Nachbarn instabil und dadurch ebenfalls zu einem Sicherheitsrisiko werden kann. Auch sind ab und zu Bäume ineinander verwachsen; dann kann es vorkommen, dass wegen der Sicherheit der Forstleute auch ein gesunder Baum gefällt werden muss.

Ersatzpflanzungen vorgesehen
Im Anschluss an die Fällarbeiten wird geprüft, wo Ersatzpflanzungen mit geeigneten Baumarten vorgenommen werden sollen. Dafür kommen vor allem markante Stellen in Frage, an denen keine jungen Bäume von selber wachsen. Damit sollen auch die Ansprüche der Erholung wie auch des Landschaftsbildes erfüllt werden.

Kranke Schwarzerle
Kranke Schwarzerle

Datum der Neuigkeit 9. Nov. 2017