Handlungsfelder

Hier finden Sie die Projekte, die den Handlungsfeldern aus der Sozialraumanalyse zugeordnet sind.

1. Wohnen

Für Personen, die beispielsweise eine rollstuhlgängige Wohnung suchen, ist es oft schwierig, zahlbaren Wohnraum zu finden. Bisher gibt es noch kein Verzeichnis dafür. Auch fehlt eine Stelle, die passende Wohnungen vermitteln könnte. Als Ziel dieses Projektes sollen Genossenschaften und private Liegenschaftsverwaltungen auf diese Frage sensibilisiert und dazu motiviert werden, ihre Ausschreibungen für Wohnungen genauer zu formulieren. 

2. Arbeiten im Stadthaus

Dieses Projekt geht der Frage nach, ob die Stadverwaltung mehr niederschwellige Nischenarbeitsplätze in den Leistungsgruppen schaffen kann. Auch will es prüfen, ob bei der Neubesetzung von (bestehenden) Stellen vermehrt Menschen mit Behinderung berücksichtigt werden können.

3. Kulturangebote in Audiodeskription, Zugang zu Vereinen

Das Kulturangebot – wie etwa Kino und Ausstellungen – ist auf Barrierefreiheit und passende Programmgestaltung zu prüfen und anzupassen. Dazu eignen sich Mittel wie beispielsweise Audiodeskription oder Vergünstigungen für Begleitpersonen. 

Die Vereine sollen angeregt werden, sich vermehrt gegenüber Menschen mit Behinderung zu öffnen und diese als mögliche aktive Mitglieder anzusprechen. 

4. Wie funktioniert eigentlich...?

Das Projekt versucht, die Digitalisierung denjenigen näher zu bringen, die Mühe im Umgang mit den digitalen Endgeräten oder Fragen zur Bedienung haben. Hintergrund dafür ist, dass analoge Vorgänge vermehrt durch digitale ersetzt werden wie etwa der digitale Billettverkauf der SBB per App oder die Abwicklung von Bankgeschäften. Die Interessierten sollen zur Selbstständigkeit befähigt werden. Das Projekt «Wie funktioniert eigentlich...?» hat seinen Abschluss vorläufig im Oktober 2019 gefunden und wird 2020 in leicht geänderter Form neu aufgelegt.  

5. Arbeitsgruppe für Behindertenfragen, Checkliste «Hindernisfreie Veranstaltungen Planen»

Die Arbeitsgruppe für Behindertenfragen Uster trifft sich regelmässig, um bauliche Massnahmen zu diskutieren.

«Hindernisfreie Veranstaltungen planen» ist der Titel einer Checkliste, die Veranstaltern aufzeigt, worauf sie achten müssen, um Menschen mit Behinderung den Zugang zu ermöglichen oder zu vereinfachen. 

6. Barrierefreie Kommunikation und Information

Barrierefreie Kommunikation bedeutet, dass Systeme und Informationen für alle Menschen vollständig und ohne fremde Hilde zugänglich und nutzbar sind. Dies ist eine Voraussetzung für chancengleiche politische Teilhabe und selbstständige Erledigung von Behördengängen. Dies gelingt nur, wenn zum einen technische (für Menschen mit Sehbehinderung)  und zum anderen inhaltliche Anpassungen (für Menschen mit geringen Lesfähigkeiten) vorgenommen werden. Inhaltlich sollen die wichtigsten Webseiten von www.uster.ch in Einfache Sprache umgeschrieben werden. Die Einfache Sprache ist, wie der Name sagt, eine Vereinfachung der (Fach)sprache. Sie soll Vorgänge und Sachverhalte verständlich erläutern.

7. Interne Weiterbildung, Fragenstellerei

Mitarbeitende der Verwaltung sollen für den Umgang mit Menschen mit Behinderung sensibilisiert werden.

«Fragen sind das Vorzimmer der Erkenntnis.» Dazu wurden im Rahmen dieses Projekts Fragen formuliert und auffälllig in die Öffentlichkeit getragen: bequeme und weniger bequeme, plakative und provokative Fragen. Denn: Fragen bewegen das Denken.Uster möchte zu einer «Stadt für alle» werden. Umgekehrt heisst das, dass niemand ausgeschlossen werden soll. Und erst, wenn jeder Mensch in seiner Individualität von der Gemeinschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben oder teilzunehmen, ist die Forderung nach sozialer Inklusion verwirklicht. 

8. Selbstvertretungskurs

Für schulentlassene Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung bietet der Verein «insieme» ein abwechslungsreiches und vielfältiges Programm an Freizeitkursen. Einer davon ist der Kurs «Selbstvertretung».

9. Impulstag UN-Behindertenrechtskonventionen Kanton Zürich

Geplant ist ein Austausch der Gemeinden im Kanton Zürich. Dieser soll in Uster stattfinden.

Zugehörige Objekte