Und was macht die Stadt konkret?

Für die Biodiversitätsförderung setzt die Stadt unterschiedliche Massnahmen um. Dazu gehören zum Beispiel die Pflege von Hecken und Grünflächen, Baumpflanzungen, Nistkastenreinigungen, Neophytenbekämpfung und viele weitere.

Aktuell werden die folgenden Projekte umgesetzt:

Stadtwanderung 2022 unter dem Motto «Stadt-Safari»

Am Samstag, 25. Juni 2022, findet die Stadtwanderung statt. Wir gehen der Frage nach, welche Tiere in der Stadt Uster Leben. Die Stadt bietet verschiedene vielfältige Lebensräume: im Wasser, in der Luft und an Land. Diese Lebensräume schauen wir uns genauer an und erfahren von den Experten, was die Tiere brauchen, um in der Stadt leben zu können. Bestimmt bekommen wir auch einzelne tierische Stadtbewohner auf unserer Wanderung zu Gesicht.

Besammlung ist um 14.00 Uhr beim Café 8610 im Stadtpark, Quellenstrasse 6, 8610 Uster. Um ca. 17.00 Uhr ist die Wanderung zu Ende, die Stadt Uster offeriert im Anschluss eine Stärkung im Café 8610 im Stadtpark. Die Stadtwanderung findet bei jedem Wetter statt.

Anmeldung: bis spätestens 16. Juni 2022 per Mail an stadtraum@uster.ch. Bitte geben Sie die Personenzahl an (Kinder und Personen, die eine vegetarische Verpflegung wünschen, separat aufführen). Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

Tierische Stadtbewohner wie Mauersegler, Storch, Fledermaus, Fuchs, Igel, Schmetterling, Libelle, Schnecke, Erdkröte, Flusskrebs und Bergmolch in ihren Lebensräumen
Tierische Stadtbewohner von Uster

Mit tierischen Sinnen durch die Stadt Uster

Im Rahmen des «Festivals der Natur» lud das Geschäftsfeld Stadtraum und Natur der Stadt Uster am Samstag, 21. Mai 2022 zu einem besonderen Stadtrundgang ein. Das jährlich schweizweit stattfindende Festival möchte die Menschen in die Natur führen und sie für Themen der Natur und Biodiversität begeistern.

Als Igel, Schmetterling und Erdkröte verkleidete Kinder halten vor dem Stadthaus West zahlen in die Höhe. Sie bewerten damit, wie gut es den Tieren auf diesen Grünflächen geht.
Auf dem Stadtrundgang gaben «Direktbetroffene» aus erster «Pfote» Auskunft, wie sie in der Stadt zurechtkommen und die Besucher:innen erhielten Tipps, mit welchen einfachen Massnahmen wir das Leben der verschiedenen Tiere in der Stadt verbessern können.

Hilfe für Amphibien

Wenn Amphibien in Strassenschächte fallen, kann das zur tödlichen Falle werden. Aus den Schächten können sich die Tiere alleine nicht mehr befreien und verhungern oder vertrocknen. Damit das in Zukunft nicht mehr passiert, sollen Ausstiegshilfen für Amphibien in Schächten installiert werden. Der Verein Konkret stellte der Abteilung Bau heute verschiedene Arten von Ausstiegshilfen vor. Die Frösche, Kröten und Molche können mit Hilfe von Kletter-Matten oder einem Ausstiegsrohr wieder aus dem Schacht klettern. Zur Demonstration wurden bereits in zwei Schächten an der Zellwegerallee solche Kletter-Matten befestigt und weitere sollen in Zukunft folgen.

Neben den Strassenschächten gab es an der Zellwegerallee aber auch noch eine weiteres Problem für junge Amphibien: der Randstein ist zu hoch! Die jungen Frösche und Kröten verlassen im Sommer den Weiher und überqueren die Zellwegerallee. Sie sind dann aber noch zu klein, um über den hohen Randstein zu hüpfen. Viele vertrockneten deshalb auf der Strasse. Aus diesem Grund hat das Strasseninspektorat jetzt Rampen für die Amphibien angebracht. Dank dieser kleinen Massnahme können ab diesem Sommer auch die Jungtiere den Randstein erklimmen. 

Auf Ihrem Privatgrundstück können Sie den Amphibien auch selber helfen. Wenn Sie zum Beispiel Licht-, Keller- oder weitere Schächte haben, in die Amphibien fallen, können Sie selber Ausstiegshilfen basteln. Im Internet finden sich verschiedene Tipps und Anleitungen, zum Beispiel: Amphibienschutz vor Haustür_v2013.pdf (unine.ch)

Links wird gezeigt, wie die Kletter-Matte aussieht und am Schachtrand befestigt werden kann. Rechts sieht man die Rampe aus Holz, die eigentlich einfach ein schräg angeschnittenes Holzstück ist, das an den Randstein angemacht wurde.
Links ist eine Kletter-Matte für Amphibien zu sehen. Sie reicht bis zum Schachtboden und bietet genug Halt, dass die Amphibien daran hochklettern können. Auf dem Foto rechts ist eine Rampe für Amphibien an der Zellwegerallee zu sehen. Die Rampe ist kurz und steil, aber das reicht schon, dass die Tiere hochklettern können.

 

Zugehörige Objekte