Stadt Uster empfängt Ruderin Jeannine Gmelin

3. September 2019
Nach einer turbulenten Saison erreicht die beste Schweizer Ruderin an den Weltmeisterschaften in Linz-Ottensheim, Österreich, im Skiff den 5. Rang. Damit hat sich Jeannine Gmelin als erste Ustermerin für die olympischen Spiele in Tokyo qualifiziert. Dies ist für sie ein wichtiger Meilenstein. Gestern wurde die erfolgreiche Ruderin aus Uster von der Stadtpräsidentin, Barbara Thalmann, und der Sport-Stadträtin Karin Fehr, empfangen.

Bereits im Halbfinal zeichnete sich für Jeannine Gmelin ab, dass eine Medaille an diesen Weltmeisterschaften ausser Reichweite lag. Im Final am Sonntag bestätigte sich, dass das Niveau in dieser Bootsklasse seit den Weltmeisterschaften 2018 in Bulgarien deutlich angestiegen ist. Die amtierende Weltmeisterin Sanita Puspure aus Irland und die Neuseeländerin Emma Twigg machten das Rennen unter sich aus. Puspure konnte sich schliesslich durchsetzen und ihren Weltmeistertitel erfolgreich verteidigen. Ebenfalls kein Vorbeikommen für Jeannine Gmelin gab es in diesem starken Feld an Kara Kohler aus den USA und der Britin Victoria Thornley.

Über der Enttäuschung, dieses Jahr die WM-Medaille verpasst zu haben, steht jedoch die Zufriedenheit über die Olympia-Qualifikation 2020. Vor allem in Anbetracht der schwierigen Zeiten, die Jeannine Gmelin in jüngster Vergangenheit durchlebt hat, bedeutet dieses Resultat eine hervorragende sportliche Leistung. Der Entscheid, einen Alleingang mit ihrem ehemaligen Coach zu wagen, sorgte nicht nur für Erleichterung, sondern stellte sie auch vor viele organisatorische Herausforderungen. Dazu kamen körperliche Probleme mit dem Rücken.

Gmelin, die in Uster geboren und zusammen mit ihren Geschwistern hier aufgewachsen ist, hat beim Ruderclub Uster die Basis für ihre Karriere gelegt. Seit Beginn ist Jeannine Gmelin für den Ruderclub Uster gestartet und hat dank ihrer sportlichen Höchstleistungen den Namen Uster in die Welt hinausgetragen. Der Verein war ihr auch während der vergangenen schwierigen Phase eine wichtige Stütze. Sie selbst bezeichnet den Greifensee als ihre zweite Heimat. Da es in der Schweiz kaum geeignete Trainingsmöglichkeiten gibt, trainiert sie heute jedoch vor allem im Ausland. Sie ist überall dort in der Welt zuhause, wo sie ihrer Leidenschaft – dem Rudern – nachgehen kann. Ihre Familie, die ihr den so wichtigen Rückhalt gibt, lebt noch heute in Uster.

Die zukünftige Olympionikin wurde an einer kleinen, aber bisweilen emotionalen Feier gestern von der Stadtpräsidentin, Barbara Thalmann, und der Stadträtin, Karin Fehr, empfangen.

Gruppenbild mit Jeannine Gmelinv.l., hinten: Beat Berger, Geschäftsfeldleiter Sport Stadt Uster; Robin Dowell, Trainer von Jeannine Gmelin; vorne: Barbara Thalmann, Stadtpräsidentin Uster; Jeannine Gmelin; Karin Fehr, Stadträtin Uster