Rechnung 2018: Ertragsüberschuss

4. April 2019
Die Rechnung 2018 der Stadt Uster weist einen Ertragsüberschuss von 8,0 Millionen Franken aus. Der Abschluss 2018 fällt somit 7,8 Mio. Franken besser aus als der vom Parlament verabschiedete Voranschlag. Das Eigenkapital steigt auf einen historischen Höchststand von 156,3 Mio. Franken, und die Stadt Uster verfügt nach wie vor über ein Nettovermögen.

Das sehr positive Ergebnis der Jahresrechnung ist insbesondere auf höhere Steuereinnahmen, zwei Buchgewinne und einen höheren ZKB-Gewinnanteil zurückzuführen. Der Personalaufwand liegt 1,4 Mio. Franken über Budget, der Sachaufwand entspricht dem Budget. Die Globalkredite schliessen gesamthaft im Rahmen der budgetierten Werte ab.

Laufende Rechnung (Erfolgsrechnung)

Bei einem Ertrag von 259,9 Millionen Franken und einem Aufwand von 251,9 Millionen Franken weist die Laufende Rechnung der Stadt Uster für 2018 einen Ertragsüberschuss von 8,0 Millionen Franken aus. Die Steuereinnahmen in der Höhe von total 109,7 Millionen Franken sind im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Millionen Franken angestiegen. Die Verbesserung ist auf rekordhohe Grundstückgewinnsteuern und höhere Einnahmen bei den ordentlichen Steuern zurückzuführen. Bei den Steuern Vorjahre – der Begleichung offener Steuerrechnungen vergangener Jahre – und den Quellensteuern konnten hingegen die budgetierten Beträge nicht erreicht werden.

Investitionsrechnung

Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen liegen mit 30,9 Mio. Franken unter dem budgetierten Wert von 37,5 Mio. Franken. Die Realisierungsquote beträgt 82,3 Prozent. Die tiefere Quote (Vorjahr 114,7 Prozent) ist hauptsächlich auf Verzögerungen bei der Gesamtsanierung der Werkliegenschaft Dammstrasse zurückzuführen. Die Investitionen konnten mit einem Cash Flow im Steuerhaushalt von 23,9 Mio. Franken (Vorjahr: 18,5 Mio. Franken) zu 81 Prozent selber finanziert werden.

Bestandesrechnung (Bilanz)

Das Eigenkapital hat sich um den ausgewiesenen Ertragsüberschuss von 8,0 Mio. Franken erhöht. Die Stadt verfügt somit per 31. Dezember 2018 über ein Eigenkapital von 156,3 Mio. Franken (Vorjahr 148,3 Mio. Franken) – ein historischer Höchststand. Das Nettovermögen Gesamthaushalt ist 2018 von 11,9 Millionen Franken um 4,5 Millionen Franken auf 7,4 Mio. Franken gesunken und entspricht somit entgegen den Prognosen weiterhin einem Nettovermögen.

Den Abbau des Nettovermögens hat der Stadtrat immer wieder kommuniziert und in der Finanzplanung ausgewiesen. Aufgrund des sehr hohen Investitionsvolumens nehmen die langfristigen Schulden zu. Diese betragen per Ende Dezember 2018 115 Millionen Franken. Dabei ist einerseits dank der nach wie vor tiefen Zinsen die Aufnahme von zusätzlichen Darlehen derzeit günstig und vertretbar, auf der anderen Seite eine umsichtige Ausgabenpolitik weiterhin notwendig.

Politische Würdigung

«Es ist erklärtes Ziel des Stadtrates, den soliden Finanzhaushalt der Stadt Uster trotz der Kostensteigerung zu erhalten. Er ist sich bewusst, dass in der Pipeline stehende Projekte zu einer Erhöhung der Bruttoverschuldung führen werden. Dies ist in der heutigen Tiefzinsphase vertretbar», meint Finanzvorstand Cla Famos. «Voraussetzung dafür ist, dass, wie bis anhin, nach Zyklen mit hohen Investitionen Jahre mit einem eher tieferen Investitionsvolumen folgen», so Famos.

«Eine Gesetzesanpassung wird voraussichtlich dazu führen, dass das Nettovermögen der Stadt Uster per 1. Januar 2019 um ca. 45 Mio. Franken ansteigen wird und somit wieder über 1000 Franken pro Einwohner betragen wird», so der Finanzvorstand. Gemäss Cla Famos ist aber trotzdem ein haushälterischer Umgang mit den finanziellen Mitteln nötig – insbesondere auch in Anbetracht der Kostensteigerungen der letzten Jahre – um auch weiterhin eine ausgeglichene Rechnung präsentieren zu können.

Der Stadtrat wird sich auch in den nächsten Jahren für die Balance von gesunden Finanzen und guten städtischen Angeboten einsetzen.

Name
Jahresrechnung_2018_20190327.pdf Download 0 Jahresrechnung_2018_20190327.pdf