Stadt Uster will nachhaltig einkaufen

10. Januar 2019
Die Stadt Uster will ihre Vorbildfunktion als «Energiestadt Gold» wahrnehmen und bei der Beschaffung ihrer Produkte und Dienstleistungen verstärkt auf nachhaltige Kriterien achten. Deshalb hat der Stadtrat Einkaufsempfehlungen zu Papier, Textilien, Nahrungsmittel und Fahrzeuge erlassen.

Die Stadtverwaltung Uster achtet bei ihren Einkäufen bereits bisher auf ökonomische, wie auch auf soziale und ökologische Kriterien. Diese Grundsätze sind nun in den Einkaufsempfehlungen der Stadt Uster festgehalten. Damit nimmt die Stadt ihre Vorbildrolle als grosse Einkäuferin wahr. Die Einkaufsempfehlungen dienen einerseits als praktisches Hilfsmittel für die für den Einkauf verantwortlichen Mitarbeitenden der Stadtverwaltung und andererseits zur Information des lokalen Gewerbes über die nachhaltigen Grundsätze, denen die Stadt Uster bei der Beschaffung nach Möglichkeit nachlebt.

Einsatz von lokalen und regionalen Produkten

Die Grundsätze sehen vor, dass vor jeder Beschaffung abzuklären ist, ob die Beschaffung tatsächlich nötig ist oder ob ein entsprechender Bedarf mit einer anderen Lösung gedeckt werden kann. Es sollen Produkte und Dienstleistungen beschafft werden, die während ihres gesamten Lebenszyklus möglichst wenige Ressourcen verbrauchen und möglichst geringe Auswirkungen auf die Umwelt haben. Zudem sollen die Gesamtkosten während des Lebenszyklus des Produkts betrachtet und, soweit rechtlich zulässig, lokale und regionale Produkte beschafft werden.

Verschiedene Themen berücksichtigt

Die Einkaufsempfehlungen erstrecken sich auf zahlreiche Produkte und Dienstleistungen. So soll nach Möglichkeit in Zukunft Recyclingpapier eingesetzt, sollen saisonale und regionale Lebensmittel sowie Produkte mit Bio- und Fair Trade-Label eingekauft werden. Für die Mobilitätsbedürfnisse sollen möglichst energieeffiziente Fahrzeuge eingesetzt und alternative Antriebe geprüft werden. Beim Einkauf von Textilien werden ökologische und soziale Kriterien in die Verhandlungen mit einbezogen und bei Ausschreibungen eingefordert, dass die Produktionskette offenzulegen sei.