Budget 2023 rechnet mit Ertragsüberschuss

29. September 2022
Das Budget der Stadt Uster sieht für die Erfolgsrechnung 2023 einen Ertragsüberschuss von 2,9 Mio. Franken vor. Dieser resultiert aus einem Ertrag von 285,4 Mio. Franken bei einem Aufwand von 282,5 Mio. Franken. Das positive Ergebnis ist auf die höheren Steuereinnahmen und insbesondere auf den höheren Ressourcenzuschuss vom Kanton zurückzuführen. Das kantonale Mittel wie auch die Steuerkraft der Stadt Uster bleiben stabil und erhöhen sich sogar – trotz der politischen Grosswetterlage (Krieg in der Ukraine, Energiekrise, globale Lieferengpässe, Inflation, Pandemie). Ob die neuesten Entwicklungen (Erhöhung Leitzins, Inflation und die Energiekrise) sich doch noch auf die Steuereinnahmen auswirken werden, ist schwierig zu prognostizieren.

Die Globalkredite der Verwaltung nehmen gegenüber dem Budget 2022 um 5,7 Mio. Franken zu. Gegenüber der Rechnung 2021 sind es 1,1 Mio. Franken mehr. Die höheren Globalkredite sind auf die gestiegenen Beiträge bei der Pflegefinanzierung zurückzuführen und auch auf den Teuerungsausgleich: Der Stadtrat hat für 2023 mit 1,1 Prozent budgetiert, was zu einem Betrag von 1,2 Mio. Franken führt. Wie hoch der Teuerungsausgleich für 2023 effektiv wird, hängt vom Entscheid des Regierungsrates ab, der die Grundlage auch für die Stadt Uster bildet.

Steuerfuss

Der Stadtrat beantragt für 2023 einen gleichbleibenden Steuerfuss von 94 Prozent. Die Sekundarschulgemeinde ihrerseits beantragt ebenfalls, die Höhe des Steuerfusses beizubehalten; er soll weiterhin bei 18 Prozent liegen. Der Gesamtsteuerfuss für Uster soll somit 112 Prozent und 108 Prozent für Nänikon betragen. Die Steuereinnahmen sind mit 115,1 Mio. Franken um 3,3 Mio. Franken höher als im Budget 2022 veranschlagt. Neben den höheren Steuereinnahmen im Rechnungsjahr ist für 2023 auch bei den Grundstückgewinnsteuern mit Mehreinnahmen gegenüber dem Budget 2022 zu rechnen. Die Höhe des Ressourcenzuschusses ist im Budget 2023 gegenüber dem letztjährigen Budget um 10,5 Mio. Franken höher angesetzt. Neben der geschätzten Einwohnerzahl und der eigenen relativen Steuerkraft per Ende 2023 basiert der prognostizierte Ressourcenzuschuss auf dem geschätzten kantonalen Mittel für 2023.

Die ordentlichen Abschreibungen betragen 19,2 Millionen Franken und liegen somit 0,1 Mio. Franken tiefer als im Budget 2022. Die Selbstfinanzierung (Cash Flow) beträgt 23,1 Millionen Franken.

Hohes Investitionsvolumen

Uster erwartet für 2023 ein der Strategie der Stadt entsprechendes höheres Investitionsvolumen. Im Verwaltungsvermögen sieht das Budget Nettoinvestitionen in der Höhe von 26,7 Millionen Franken vor. Im Finanzvermögen sollen netto 2,6 Mio. Franken investiert werden. Im Investitionsvolumen enthalten sind unter anderem Gelder für die Sanierung der Abwasserreinigungsanlage (ARA) sowie der Sanierung des Friedhofgebäudes. Der Selbstfinanzierungsgrad im Budget 2023 beträgt 87 Prozent. Der Investitionsanteil liegt bei 10 Prozent.

Die Investitionsplanung 2024 bis 2026 rechnet im Verwaltungsvermögen mit Nettoinvestitionen von insgesamt 135,0 Mio. Franken (100 Prozent). Im Zeitraum 2023 bis 2026 sind erste Investitionen für das Projekt «Kultur- und Begegnungszentrum im Zeughaus» sowie Investitionen für den Busbahnhof, die Sanierung der ARA, die Umsetzung der Veloinitiative, die Sanierung und Erweiterung von Schulanlagen und für die Sanierung des Ausbildungszentrums Riedikon eingeplant.

Steigende langfristige Schulden

In den vergangenen Jahren konnten die Stadt die kurz- und langfristigen Schulden reduzieren. Auch für das aktuelle Jahr kann von einer tieferen Schuldenlast ausgegangen werden. Im Jahr 2023 wird die Stadt Uster aber voraussichtlich langfristige Darlehen aufnehmen müssen. Diese sollen zum einen die Liquidität sichern und zum anderen die geplanten Investitionen finanzieren. In den Jahren 2024 und 2026 werden sich die kurz- und langfristigen Schulden auf 180,0 Mio. Franken erhöhen.

Nach den pandemiebedingten Turbulenzen der vergangenen beiden Jahre, die die Stadt, gesamthaft gesehen, relativ unversehrt überstanden hat, zeigt sich die finanzpolitische Lage insgesamt entspannt. Das Budget 2023 wie auch die Finanzplanung für die Jahre 2024 bis 2026 weisen eine machbare und gesunde Entwicklung für den Finanzhaushalt aus. Der definierte mittelfristige Ausgleich, die finanzpolitischen Ziele wie auch die Kennzahlen können eingehalten werden. Auch für die Finanzplanjahre sind Ertragsüberschüsse prognostiziert.

Gemäss Stadtrat Cla Famos, Abteilungsvorsteher Finanzen, zeigt die vorliegende Finanzplanung eine solide und positive Entwicklung für den Finanzhaushalt. «Der Stadtrat wird wie bereits in der Pandemie – wenn notwendig und mit Augenmass – auf allfällige finanzielle Verwerfungen reagieren», so Cla Famos. Besonders erfreulich sei ausserdem, dass die Stadt Uster auch Ende 2026 über ein Nettovermögen verfügen werde. Dies im Gegensatz zu den früheren Zahlenwerken, die eine Nettoschuld vorausgesagt hatten. Konkret beträgt das prognostizierte Nettovermögen Ende Planungsperiode 1,1 Mio. Franken respektive 29 Franken pro Einwohnenden.

Hochrechnung für das laufende Jahr 2022: tieferer Aufwandüberschuss erwartet

Im Bericht zum Budget 2023 geht der Stadtrat von einem Aufwandüberschuss 2022 von 0,5 Mio. Franken aus; 3,6 Mio. Franken weniger als budgetiert. Ursache für das bessere Ergebnis sind die voraussichtlich höheren Steuereinnahmen sowie der höhere Ressourcenzuschuss. Neben den Steuern Rechnungsjahr dürften auch bei den Grundstückgewinnsteuern Mehreinnahmen resultieren. Hingegen sind Mehrausgaben bei der Pflegefinanzierung und bei den Energiekosten zu erwarten.

Titelseite des Budgets 2023

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