Jugendarbeit zieht ins Zeughausareal

2. Juli 2021
Mit einer «Schnupperbaustelle» richtet sich die Jugendarbeit Uster in der ersten Juli-Woche neu im Zeughausareal ein. Bislang standen ihr Räume im Untergeschoss des Freizeit- und Jugendzentrums frjz an der Zürichstrasse zur Verfügung. Aufgrund einer Neuausrichtung des Zentrums und bevorstehender Bauarbeiten in der Nachbarschaft haben sich die Verantwortlichen entschlossen, umzuziehen.

Die Jugendarbeit Uster ist seit April 2020 der Stadtverwaltung angegliedert. Der vormalige Trägerverein Freizeit- und Jugendarbeit Region Uster richtet sich neu aus. Dies betrifft nicht zuletzt auch seine Angebote im Freizeit- und Jugendzentrum frjz an der Zürichstrasse. Gleichzeitig wird das zum frjz gehörende Gebäude an der Berchtoldstrasse 13 abgerissen und durch einen mehrstöckigen Neubau ersetzt. Diese Arbeiten würden den Jugendtreff in nächster Zeit massiv beeinträchtigen. Als Folge hat sich das Team der Jugendarbeit auf die Suche nach alternativen Räumlichkeiten für einen Begegnungsort für Jugendliche ab dem Oberstufenalter begeben. Fündig geworden ist es mit Unterstützung des Geschäftsfelds Liegenschaften der Stadt Uster auf dem Zeughausareal im Gebäude an der Zeughausgasse 6.

Zwischennutzung bis Ende 2022

Das Gebäude befindet sich auf dem Zeughausareal-Teil der armasuisse. Im Rahmen einer Zwischennutzung wird die Jugendarbeit nun bis Ende 2022 dort ihr Quartier haben. Zunächst werden die Räume dem Zweck entsprechend hergerichtet. Weil das Schnupperlehrangebot aufgrund der Pandemie für die gegenwärtige 2. Oberstufe sehr reduziert ist, lag es für das Team der Jugendarbeit nahe, Jugendliche für die Gestaltung ihrer Räume mit einzubeziehen. Sie sollen die Gelegenheit haben, von der Planung bis zur Umsetzung aktiv mitzuwirken und dabei auch Fertigkeiten zu entwickeln.

Projekt Schnupperbaustelle

Mit René Frick, dem Inhaber der Firma dittlimaler AG, hat die Jugendarbeit den idealen Partner mit der notwendigen Qualifikation als Ausbildner, breitem Fachwissen und grossem Herz gewonnen. Er macht aus der Schnupperbaustelle nun gleichzeitig mit seinen fünf Lernenden ein Lehrlingsprojekt. Bei den Schulleitungen stiess die Jugendarbeit mit dem Angebot ebenfalls auf offene Ohren: Sieben Schülerinnen und Schüler haben sich angemeldet, weiter auch ein junger Erwachsener via Asylkoordination. In der Woche vom 5. bis 9. Juli 2021 werden die Beteiligten eine Schnupperlehre als Malerin/Maler absolvieren und einen Einblick in diesen vielfältigen Beruf gewinnen, indem sie die ehemaligen Verwaltungsräume einladend umgestalten. Die Jugendarbeit begleitet das Projekt die ganze Woche durch. Zum Abschluss ist am Freitag, 9. Juli 2021, von 16 bis 18 Uhr für Eltern, Lehrpersonen und weitere Interessierte eine Baustellenbesichtigung mit Apéro geplant.

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