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Stadthaus: 07. Der Haupteingang


Haupteingang
Doppelflügeltüren des Haupteingangs zum Stadthaus; Aufnahme 2008
(© Roland Frischknecht)



Beschreibung
Die beiden Flügeltüren sind spiegelbildlich zu der hinter die Gebäudefassade zurückversetzten Betonstütze angeordnet. Die Türfüllungen in Eichenholz bilden zwei zielgerichtete Pfeilspitzenformen, deren Begrenzungen in einer Diagonalbewegung auf die beiden trapezförmigen Stossgriffe zulaufen. Die Stossgriffe führen «als optische Blickpunkte auf den Ort hin, wo die Türe mit der Hand gefasst werden muss», wie Bruno Giacometti erläutert.

Die ausgewogen proportionierten Flächen und Linien des Eingangsbereichs veranschaulichen die Funktion der Flügeltüren als ein Moment der Bewegung, die einen bewussten Gegenakzent zur geometrischen Strenge und Ruhe der rektangulären Gebäudeform setzt. Die Rahmenprofile sind in Anticorodal - einer Aluminiumlegierung - ausgeführt. Dieselben Türen verwendet Bruno Giacometti erneut am anderen Ende der Eingangshalle, was beim Betreten des Gebäudes wiederum als eine optische Orientierungshilfe dient und das Motiv der Bewegung gestalterisch erneut inszeniert. Ein bauliches Detail also, das auf einer ganz sinnlichen Ebene die Wahrnehmungs- und Erinnerungsfähigkeit des Menschen anspricht.

Die Eingangssituation wirkt in Verbindung mit der blickgeschützten Glasbausteinwand halbtransparent, während die rückwärtige Fassadenfront des Ausstellungsraums ganz in Glas aufgelöst ist. Dadurch schafft Giacometti eine städtebauliche Querbeziehung vom belebten Stadthausplatz und Strassenraum zur rückwärtigen ruhigen Gartenzone. Die Inszenierung der Bewegung, die immer an die Funktion der einzelnen Gebäudeteile gebunden bleibt, ist im Werk des finnischen Architekten Alvar Aalto ein zentrales Motiv, das Bruno Giacometti eigenständig weiterentwickelt.

Die Türen wurde 2009 durch vollständig in Glas aufgelöste, automatische Schiebetüren ersetzt. Die Originaltüren wurden eingelagert, so dass sie bei einer allfälligen zukünftigen Stadthauserweiterung erneut verwendet werden könnten.

Roland Frischknecht, lic. phil. I.
Auftrag_Stadtarchiv_Stadt_Uster

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