Usters Industrie 1800 bis 1910

1844
Zwischen 1810 und 1900 kamen alle 10 Jahre mindestens eine neue Fabrik in Uster zu den bestehenden hinzu. Die bedeutendsten sind hier einzeln aufgeführt. Es waren aber nicht nur Baumwollspinnereien, sondern auch eine Seidenweberei (Bindschädler), eine Seidenstickerei, eine Süsswarenfabrik (Neuwiesenstrasse 10, spätere Zellweger Werkstatt), eine Posamenterei (Seidenstrümpfe), mindestens zwei Giessereien, sowie Maschinenfabriken. Die recht separierte Aufstellung der Ustermer Industrie erlaubte es ihr Krisenresistenter zu sein.

Vorherrschend blieb jedoch immer die Baumwollspinnerei, deren Fabriken sich meist entlang des Aabach aufreihten. Wasser war die Antriebskraft, die auch im 20. Jahrhundert immer noch genutzt wurde. Dampfmaschinen erreichten nie die Effizienz einer Wasserturbine und wurden nur in Notfällen bei Niedrigwasser zur Unterstützung eingesetzt.