Die Geschichte der Stadt Uster ist geprägt durch die Textilindustrie, die im 19. Jahrhundert einen eigentlichen Höhepunkt erreichte. Die Aabach-Region war eine der am frühesten industrialisierten Gegenden in ganz Europa und hatte sich um 1850 zu einem Gebiet entwickelt, das die höchste Fabrikdichte der ganzen Schweiz aufwies. Den eindrücklichen Industriedenkmälern entlang des Aabachs begegnen wir heute noch auf Schritt und Tritt.
In den dreissig Jahren zwischen 1940 und 1970 verdoppelte sich die Bevölkerung von 10000 auf über 20000. Die sechziger Jahre gelten als Boomjahre, ganze Stadtteile entstanden neu. Am Abschluss dieser Entwicklung steht die Eröffnung der S-Bahn im Jahr 1989, die Uster eine wesentlich bequemere und schnellere Anbindung an Zürich bescherte. Die damit verbundene Steigerung der Lebensqualität hält seit den neunziger Jahren an. Die aus den so genannten «Autoboomjahren» stammenden Strassen wurden rückgebaut, und die grossen Kreuzungen sind durch Kreisel ersetzt worden.
Die anhaltend rege Bautätigkeit gilt als Ausdruck für den wirtschaftlichen, kulturellen und sportlichen Aufschwung Usters. Mit dem im Jahr 2001 verliehenen Wakkerpreis anerkannte der
Schweizerische Heimatschutz die Bemühungen auf städtebaulichem Gebiet. Eigenständigkeit und Lebensqualität konnten bewahrt werden.
Im Gebiet «
Loren» wurde nahezu eine Viertelmillion Quadratmeter Industrie- und Gewerbeland erschlossen. Auch der «Kern», das Quartier zwischen Bahnhof-, Bank-, Post- und Zürichstrasse, erfährt derzeit mit dem Bau der «
skyline Uster» eine deutliche, städtische Aufwertung.
Der Regierungsrat hat im Jahr 2004 dem Kantonsrat beantragt, in Uster eine neue Kantonsschule zu errichten. 400 bis 600 Schülerinnen und Schüler aus dem Raum Oberland-West würden ab 2010 eine Mittelschule in vernünftiger Reisedistanz besuchen können.
Die Ufer des Greifensees, der
Stadtpark und die modernen
Sportanlagen bieten viele Möglichkeiten zur Erholung und zur sportlichen Betätigung. Die vier
Rollstuhlwanderwege dürfen natürlich auch zu Fuss begangen werden.