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Rechnung 2010


STADT USTER MIT GESUNDEM FINANZHAUSHALT
Die Jahresrechnung 2010 der Stadt Uster präsentiert sich um über zwei Millionen besser als erwartet.

Aufwandüberschuss von 2,2 Mio. Franken

Die Jahresrechnung der Stadt Uster weist einen Aufwandüberschuss von 2,2 Mio. Franken aus. Das Jahresergebnis berücksichtigt ebenfalls 5,0 Mio. Franken ausserordentliche Abschreibungen. Der Ab¬schluss ist um 2,2 Mio. Franken besser als der Voranschlag. Unter Berücksichtigung der im Früh¬jahr bewilligten Nachtragskredite ist das Ergebnis sogar um 3,5 Millionen Franken besser. Das gute Er¬gebnis ist auf einen höheren Steuerkraftausgleich (1,6 Mio. Franken), tiefere Abschreibungen (0,2 Mio. Franken) und einen höheren Gewinnanteil der ZKB (0,3 Mio. Franken) zurückzuführen. Bei den Steuereinnahmen gab es praktisch keine Abweichung zum Voranschlag. Weiter haben die Abteilungen eine sehr hohe Budgetdisziplin gezeigt, sind doch über sämtliche Globalkredite hinweg keine wesentlichen Abweichungen zu verzeichnen.

Starke Zunahme der Einfachen Staatssteuer

Die Einfache Staatssteuer beträgt 71,8 Mio. Franken und ist um fünf Prozent höher als im Vorjahr. Ent¬sprechend haben die Steuereinnahmen um drei Prozent zugenommen, da das Parlament eine Steuer¬fusssenkung von zwei Prozenten beschlossen und den Steuerfuss für das Jahr 2010 auf 93 Prozent festgesetzt hat. Die Zunahme der einfachen Staatssteuer ist mehrheitlich auf eine stärkere Steuerkraft der Steuerpflichtigen zurückzuführen, teilweise auch auf das Bevölkerungswachstum. Nachdem in den Vorjahren bei den juristischen Personen ein Rückgang verzeichnet worden war, hat hier die Einfache Staatssteuer im Jahre 2010 um 0,5 Mio. Franken zugenommen.

Die Steuern Vorjahre betrugen im Berichtsjahr 9,6 Mio. Franken und waren um 2,7 Mio. Franken tiefer als im Vorjahr. Diese Abweichung ist auf eine verlängerte Abrechnungsperiode im Jahre 2009 – mit entsprechenden Mehreinnahmen – sowie auf die schwächere Wirtschaftslage zurückzuführen. Nach wie vor sind jedoch die Steuern Vorjahre relativ hoch. Die Einnahmen aus den Grundstückgewinnsteuern betragen 5,9 Mio. Franken und sind um 0,8 Mio. Franken höher als im Jahre 2009.

Aufgrund der stärkeren Zunahme der Steuerkraft im Kanton (Kantonales Mittel plus 39 Franken je Einwohner) im Vergleich zu derjenigen der Stadt Uster (plus 5 Franken) konnte Uster im Jahre 2010 1,2 Mio. Franken mehr Einnahmen aus dem Steuerkraftausgleich verbuchen als im Vorjahr. Die für die Berechnung des Finanzausgleichs massgebende Steuerkraft der Stadt Uster beträgt aktuell 2714 Franken pro Person.

Gute Budgetdisziplin der Abteilungen

Die Abweichungen sämtlicher Geschäftsfelder betragen bei den Globalkrediten lediglich 8'500 Franken. In acht Geschäftsfeldern war eine Überschreitung der Globalkredite zu verzeichnen. Das GF Primarschule hat 0,8 Mio. Franken mehr aufgewendet als im Voranschlag 2010 eingestellt. Diese Mehraufwendungen wurden jedoch mittels Nachtragskredit in der Höhe von 1,2 Mio. Franken vom Parlament im Sommer 2010 genehmigt. Unter Berücksichtigung der Nachtragskredite hat das GF Primarschule den Globalkredit unterschritten.

Tiefes Investitionsvolumen

Nachdem im Jahre 2009 mit 29 Mio. Franken ein sehr hohes Investitionsvolumen zu verzeichnen war, wurden im Jahre 2010 tiefe 11,1 Mio. Franken im Verwaltungsvermögen investiert. Mehrere Projekte sind nicht im geplanten Rahmen fortgeschritten. Dies betrifft insbesondere Hallenbad (Sanierung und Erweiterung), die Umgestaltung des Püntareals, den Riedikerbach-Hoch¬wasser¬schutz sowie den Qbus. Einzelne Projekte werden nicht oder erheblich später realisiert; zudem konn¬ten höhere Investitionsbeiträge (Einnahmen) verbucht werden.

Die aus dem Verwaltungsvermögen resultierenden ordentlichen Abschreibungen betragen 8,9 Mio. Franken (Vorjahr 9,7 Mio. Franken). Zusätzlich wurden 5,0 Mio. Franken (Vorjahr 7,6 Mio. Franken) ausserordentliche Abschreibungen vorgenommen.

Der Cash Flow HRM (Selbstfinanzierung) betrug 9,2 Mio. Franken. Da im Steuerhaushalt nur 7,7 Mio. Franken investiert wurden, hat das Nettovermögen Steuerhaushalt im Jahre 2010 um 1,5 Mio. Franken zugenommen und beträgt 68,6 Mio. Franken.

Das Eigenkapital hat sich um den Aufwandüberschuss von 2,2 Mio. Franken verringert. Die Stadt verfügt per 31. Dezember 2010 über ein nach wie vor sehr hohes Eigenkapital von 129,3 Mio. Franken (Vorjahr 131,5 Mio. Franken).

Jahresergebnis im Rahmen der Erwartungen

Die Stadt Uster weist mit einem Defizit von 2,2 Mio. Franken ein Rechnungsergebnis aus, das im Rahmen der Erwartungen der im Sommer 2010 erstellten Hochrechnung liegt. Erfreulich sind das im Vergleich zum Voranschlag um 2,2 Mio. Franken bessere Ergebnis, das Kostenbewusstsein der Abteilungen, die markante Steigerung der Einfachen Staatssteuer sowie der Zuwachs beim Nettovermögen Steuerhaushalt.

Im vergangenen Jahr war ein erhebliches Wachstum der operativen Bruttoausgaben zu verzeichnen. Dieses ist vor allem auf die höhere Bettenauslastung in den Heimen (Vorjahren tiefere Bettenbelastung aufgrund Umbau), die Zunahme in der Primarschule sowie Mehrausgaben im Sozialbereich zurückzuführen. Die gestiegenen Bruttoausgaben wurden mit höheren Einnahmen kompensiert.

Die Stadt Uster verfügt über einen sehr gesunden Finanzhaushalt mit einer tiefen Verschuldung, einem hohen Nettovermögen und einem soliden Eigenkapital und damit über eine gute Ausgangslage für die Zukunft.

Der Stadtrat hat sich im Jahre 2010 intensiv mit der Finanzpolitik sowie dem Leistungsangebot der Stadtverwaltung auseinandergesetzt. Er hat neue finanzpolitische Ziele erarbeitet und die Leistungen kritisch hinterfragt. Bereits im September 2010 konnte er diese dem Gemeinderat präsen¬tieren und einen Finanzplan unterbreiten, der diese Ziele verfolgt.
 
Download: Jahresrechnung_Stadt_Uster_2010_V110329.pdf (520.9 kB)


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