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Prävention fängt früh an: Primarschule mit neuem Präventionskonzept

Die Primarschule Uster setzt auf frühzeitige und stufenübergreifende Prävention. Sie hat ein stufenübergreifendes Präventionskonzept erarbeitet. Dabei stehen das Prinzip der neuen Autorität in der Schule – «Stärke statt Macht» – sowie das Vermitteln von Lebenskompetenzen im Zentrum. Ziel der Primarschule ist es, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stärken, das positive Verhalten zu fördern und das Sicherheitsempfinden zu unterstützen.

Vor rund fünf Jahren initiierten die Schulleiterinnen und Schulleiter der Primarschule Uster das Projekt «Vereinheitlichung der Präventionsmassnahmen». Denn bis dahin hatte jede der sieben Primarschuleinheiten das Thema Prävention individuell behandelt. Beim nun neu vorliegenden stufenübergreifenden Präventionskonzept stehen die Vermittlung von Lebenskompetenz und das Prinzip der neuen Autorität in der Schule – «Stärke statt Macht» – im Mittelpunkt. Entstanden ist das Konzept unter der Leitung der Schulleiterinnen Mirjam Stefanutti und Ursula Pedrazzoli – in enger Zusammenarbeit mit der Primarschulpflege, den Schulleitungen, der Lehrerschaft, den Eltern, der Schulsozialarbeit und der Fachstelle für Suchtprävention Zürcher Oberland.

Pädagogischer Auftrag

Prävention und Gesundheitsförderung sind pädagogische Aufgaben; dieser Auftrag wurde vor
rund zehn Jahren im kantonalen Gesundheitsgesetz (§ 49 GesG) festgelegt. Die Primarschule Uster hat bis anhin ihre Verantwortung wahr genommen. Doch mit der etappenweisen Einführung des neuen stufenübergreifenden Präventionskonzepts ist die Umsetzung des Auftrags noch koordinierter und zielgerichteter geworden. «Mit dem vorliegenden Konzept setzen wir auf das Prinzip der neuen Autorität <Stärke statt Macht>, denn oft ist der Begriff <Autorität> mit Angst, Macht und Distanz verbunden», führt Primaschulpräsidentin Patricia Bernet aus. Diese Art von Lebensschulung will heute niemand mehr. Dennoch bleiben Konsequenzen und Sanktionen bestehen, diese sind aber flexibel und sinnvoll anzuwenden. Erziehung basiert auf Beziehung. Die gewaltfreie Kommunikation ist ein wichtiger Teil davon. Kommunikation, die gelingen soll, erfordert Einfühlungsvermögen. So haben Projektleiterin Mirjam Stefanutti und das ganze Projektteam das Ziel, das positive Verhalten der Schülerinnen und Schüler zu fördern und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, ihrem Sicherheitsempfinden, ihrem Selbstvertrauen, Einfühlungsvermögen und Wohlbefinden zu stärken.

Fünf Säulen der Prävention

Das sogenannten «Präventions-Curriculum» bildet den zentralen Teil des Konzepts. Es basiert auf fünf Säulen: Gesundheit, Sexualität, Selbst- und Sozialkompetenz, Gewaltprävention sowie Medienkompetenz. Für jede dieser Säulen sind pro Stufe Kompetenzen definiert, und die Umsetzung ist teilweise als Vorschlag oder für alle Schuleinheiten verbindlich festgehalten. Jedes Kind, vom Kindergarten bis zum Ende der 6. Klasse, erwirbt in diesem Zeitraum Kompetenzen, die ihm helfen, sich in der Welt zurechtzufinden und seine Persönlichkeit zu entfalten.

Die Schülerinnen und Schüler sollen sich ihrer Gefühle und Bedürfnisse bewusst werden und über sie reden können. Es ist für Kinder entscheidend, Mitgefühl sowie ein gutes Gespür für sich und andere zu entwickeln sowie zu erkennen, was für sie gut ist und was nicht.

Aktive Eltern

Prävention ist nicht nur Sache der Schule, sondern ebenso die Aufgabe der Eltern. Die Ustermer Eltern und Elternräte sind in die Präventionsaktivitäten einbezogen. «Denn nachhaltige Prävention ist nur in Zusammenarbeit mit den Eltern möglich», wie Mirjam Stefanutti überzeugt ist: «Dies geschieht einerseits durch Gespräche mit der Klassenlehrperson, andererseits schafft das Präventionskonzept Plattformen, so dass sich Eltern über die einzelnen Themen austauschen können.»

Dokument 2017-12-20_PSUster_Praeventionskonzept.pdf (pdf, 587.6 kB)


Datum der Neuigkeit 20. Dez. 2017